nudeln kosten auch geld

Schon jetzt ist der Lebensstandard vieler Student*innen krisenhaft. Entweder wird bis weit über die Grenze des Vernünftigen geschuftet – um neben den 30 Stunden Lernen noch 20 Stunden Nebenjob pro Woche unterzubringen – oder es wird ein Lebensstandard akzeptiert, der unterhalb dessen liegt, was wir als Menschenwürdig betrachten. Wer schon mal eine Wohnung gesucht hat, wird so einige überteuerte Studierendenbuden gefunden haben, in denen Schimmel das einzige erlaubte Haustier ist. Wie banal muss, angesichts der selbst ausgewählten Armut, da die Forderung lauten, doch zumindest die vorgesehenen Mittel erhalten zu dürfen. 900 Millionen blieben 2019 beim BaföG übrig, teils weil wir uns nicht trauen diesen Halbkredit zu beantragen, teils weil die Regelungen veraltet sind. Anstatt das Geld jetzt in Studierende zu investieren, gibt es das BMWF zurück. Danke, unseren Studis geht es gut genug. Immerhin gibt es noch Ketchup für die Nudeln, also noch Einsparungspotenzial. Und braucht man im Digitalsemester wirklich schnelles Internet? Die Netzklub-Freiminuten müssten doch auch reichen, um durchgängig im Zoom-Seminar online zu sein.
Aber so ist das wohl.

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