Vortrag: Wurzelrassen und Karma – kritische Einführung in die Welt der Anthroposophie

Wann? Do. 11.03. 19:00 Uhr
Wo? Online, Link unten
Wer? Peter Bierl

Hautcreme für Babypopos von Weleda, biologisch-dynamische Karotten der Marke Demeter, und die Waldorfschule basieren auf der Anthroposophie. Derer Gründen präsentierte sich als Hellseher und wurde von Anhängern als „Menschheitsführer“ und Wiedergeburt von Aristoteles verehrt. Rudolf Steiner war überzeugt, dass nur die „weiße Rasse“ am Geiste schafft, während Schwarze überhitzte Triebwesen seien und Juden zersetzend wirkten. In der Welt der Anthroposophen spuken Engel und Dämonen, Volks- und Rassengeister, finden sich Versatzstücke aus Buddhismus, Hinduismus und Christentum vermischt mit Darwinismus und Kulturpessimismus.

Anthroposophen erklärten die Reaktorkatastrophe in Fukushima als karmischen Ausgleich. Zur Corona-Pandemie schreibt Christoph Hueck: „Wenn ich sterbe, werde ich viel bewusster und freier werden.“ Die Qualen der Opfer werden spirituell veredelt „Aus anthroposophischer Sicht kann Leiden als ein tiefer karmischer Entwicklungsimpuls verstanden werden.“ Auch die Waldorfpädagogik basiert auf der Vorstellung von Reinkarnation und Karma. Waldorflehrer werden nach den Ideen Steiners ausgebildet. In einem Buch, das zur Unterrichtsvorbereitung empfohlen wurde, heißt es: „Der Keim zum Genie ist der arischen Rasse bereits in ihre atlantische Wiege gelegt worden.“

Peter Bierl ist freier Journalist und Autor von „Wurzelrassen, Erzengel und Volksgeister. Die Anthroposophie Rudolf Steiners und die Waldorfpädagogik“ (2005). Zuletzt sind von ihm „Die Revolution ist großartig – Was Rosa Luxemburg uns heute noch zu sagen hat“, (2020), „Keine Heimat nirgendwo – eine Kritik der linken Heimatliebe“ (2020) sowie „Einmaleins der Kapitalismuskritik“ (2018) erschienen.

Der Vortrag findet auf BigBlueButton statt:
https://webinar.rosa-reutlingen.de/b/inp-t4x-pdz
am Do. 11.03. 19:00 Uhr



Danke an die Gruppe Input Tübingen, deren Mitveranstalterin wir sein dürfen.

Danke auch an unsere Förderer: Die Kosten für diese Veranstaltung werden durch die Rosa Luxemburg Stiftung und den Studierendenrat Tübingen getragen

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