Wahlprogramm 2021

Wer sind wir?

Wir sind die Grüne Hochschulgruppe. Wir arbeiten im Senat, Studierendenrat und Kommissionen eng mit Fachschaften und Gruppen zusammen, damit eure Stimme gehört wird. Unsere konkrete Utopie einer anderen Universität ist sozial gerecht, ökologisch, demokratisch, queerfeministisch, antifaschistisch, vielfältig und übernimmt Verantwortung für eine gerechtere Welt. Damit bringen wir uns in Arbeitskreisen, Bündnissen und Debatten ein.

 Was wollen wir?

Wir wollen, dass die Studierendenvertretung offen ist für euch. Deshalb bauen wir aktiv Hürden ab und unsere Vertreter*innen binden sich an die Meinung der von Entscheidungen Betroffenen zurück, damit deren Stimme in den Gremien ankommt.

Wir wollen einen geregelten Übergang zurück in vernünftige Präsenz. Schnellschüsse und Entscheidungen im Hinterzimmer dürfen nicht schon wieder Chaos erzeugen. Errungenschaften wie Aufzeichnungen von Vorlesungen wollen wir erhalten. 

Wir wollen, dass Freiräume erhalten bleiben. Studentische Rückzugsräume und Kulturangebote sind jetzt wichtiger denn je. Die Uni ist nur lebendig, wenn wir an ihr mehr können als Scheine abholen.

Wir wollen eure Teilhabe stärken: Wer eine finanzielle Notlage hat, kann durch die VS Hilfe erhalten. Wer ein Auto benötigt, kann dank der Kooperation mit teilauto eines leihen statt ein eigenes zu besitzen. Wer teilt, lebt nicht nur solidarischer, sondern auch klimafreundlicher. Deshalb wollen wir noch mehr: Fahrradreparatursäulen, ein kleiner Werkzeugverleih oder gar ein studentischer Warentauschtag sind nur ein paar unserer Ideen, wie wir unsere Gemeinschaft und den Umweltschutz stärken können. 

Wir wollen eine Uni, die nicht von der Wirtschaft abhängt. Drittmittel sind kein Ersatz für eine ausfinanzierte Universität. Die Uni ist keine Fabrik und wir nicht ihr Produkt. Der Kahlschlag an Kleinen Fächern muss gestoppt werden. Regelstudienzeiten und finanzieller Druck verhindern ein gutes Studium. Schlechte Bedingungen für Lehrbeauftragte und Befristete verhindern gute Lehre. Eine Volluniversität definiert sich nicht über die Überfüllung ihrer Hörsäle, sondern die Breite des Angebots.  Die Rektor*innen- und Dekan*innenwahl in zwei Großfakultäten werden wir kritisch begleiten.

Wir wollen eine klimaneutrale Universität. Bei den Gebäuden unserer Uni gibt es teilweise jahrealten Sanierungsrückstand. Wenn wir das 1,5-Grad-Ziel einhalten wollen, muss das Land massiv investieren. Neben den Gebäuden darf auch das Lehr-, Lern- und Freizeitangebot nicht vergessen werden. Angebote wie das KNE müssen gestärkt sowie ein Green Office geschaffen werden. 

Wir wollen, dass das Studierendenwerk euch ernst nimmt: Egal ob es um studentisches Wohnen, Selbstverwaltung, veganes Essen, das Semesterticket oder eine oft genug wenig durchschaubare Politik geht: Studentische Interessen müssen gehört werden.

Wir wollen, dass die Mackeruni Vergangenheit wird: Ob es nun veraltete Männlichkeitsideale in vielen Verbindungen, die schlechteren Aufstiegschancen von Frauen in der Wissenschaft oder trans*feindliches Verhalten bei der Einschreibung ist. Unsere Uni muss so bunt sein, wie die Studierenden, die an ihr leben. Im Kleinen – z.B. kostenfreie Menstruationsprodukte – wie im Großen.

Wir stärken unsere Studierendenschaft: Das Notlagenstipendium ermöglicht solidarische und rückzahlungsfreie finanzielle Hilfe für Studis. Das von unseren Aktiven mitgetragene Pressereferat hat konsequent informiert. Die Studi*Vollversammlung schaffte außerdem ein Öko-Sozial- und ein Lehre-Referat. 

Wir leisten unseren Beitrag: Tübingen bringt sich in bundesweite Kampagnen ein: zum Beispiel zur Bafäg-Reform (bafoeg50.de), einem Tarifvertrag für studentische Beschäftigte (tvstud.de) oder dem Solidarsemester. Durch unsere Mitgliedschaft im fzs e.V. können wir auch außerhalb Tübingens mitgestalten. 

Wir lassen euch nicht den Mund verbieten: Innerhalb der Gremien  – auch im StuRa – sind studentische Stimmen stets auf den fremdbestimmten gesetzlichen Rahmen beschränkt. Wir treten deshalb für eine gemeinsame Studierendenvertretung ein, die darüber hinaus geht, und StuRa und Senat als Werkzeug und Lobby nutzt und nicht als alleinige oder gar legitime Vertretung missversteht. 

Wie machen wir das?

Wir wollen mit euch die Studierendenvertretung als eine breite, hierarchiearme und demokratisch-organisierte Lobby nutzen. Offene Arbeitskreise, selbstbestimmte Hochschulgruppen und Fachschaften, Studivertreter*innen, die zuhören statt zu bestimmen. Auch weiterhin wollen wir die freiwillige Zusammenarbeit aller Akteur*innen in- und außerhalb der Gremien der akademischen, studentischen und unabhängigen Selbstverwaltung stärken. Dafür brauchen wir Dich: Bring dich ein. Nicht nur bei der Wahl, sondern in deiner Studierendenvertretung. 

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