Landtagsanfrage

Nachdem die CDU am liebsten die Adressen aller Studis haben wollte, die zu den Demonstrationen anlässlich des G20-Gipfel fuhren (nachzulesen bei der Fachschaftenvollversammlung [1]), missversteht die AfD-Fraktion ebenfalls parlamentarische Anfragen als Mittel, die demokratisch gewählten Studierendenparlamente und -räte zu schikanieren.

Mit Fristsetzung weit unterhalb einer Woche wollte die AfD gerne eine Gesamtaufstellung, „welche Gruppen, Initiativen und sogenannte autonome Referate seit 2012 von den Verfassten Studierendenschaften in Baden-Württemberg in welchem Umfang finanziell unterstützt oder getragen wurden (mit Bezeichnung der einzelnen Gruppen und der jeweiligen Förderhöhe) bzw. in sonstiger Art und Weise unterstützt oder getragen wurden (mit Bezeichnung der einzelnen Gruppen und ggf. Angabe der Art der Unterstützung)“.

Nun hat der StuRa in seiner Arbeit bisher nie darüber entschieden, dass eine Gruppe gefördert werden solle (Gruppe XY bekommt 500 Euro). Der StuRa beschließt Projektförderung, d.h. bestimmte vorher festgelegte Ausgaben – welche nicht sonstig gedeckt sind – werden beschlossen zu erstatten. Gleiches gilt für unsere Arbeitskreise und Fachschaften, welche im Rahmen ihrer Aufgaben (bzw. Mandate) beschlossene und dann getätigte Ausgaben zur Erstattung vorlegen können. Selbst die mögliche Langzeitförderung geht mit einem entsprechenden Plan einher, in dem _vor_ der Tätigung der Ausgaben gezeigt werden müsste, mit welchen Ein- und Ausgaben – und für was – zu rechnen ist.

Der StuRa Tübingen finanziert keine Spenden und keine Gewinne, sondern erstattet nur, was nicht durch andere*s finanziert/finanzierbar ist. Wer etwas erstattet haben möchte, was nicht konkret beschlossen wurde, geht leer aus.

Der Studierendenrat mit seinen vielen Ebenen und Aktiven steht unter der strengen Rechtsaufsicht der Universität und des Landes. Zusätzlich gibt es Haushaltsbeauftragte und letztlich auch öffentliche Kontrolle durch die Studierenden, weil alle bei uns in Arbeitskreisen mitmachen können und darüber Einsicht haben, wer wann wie was macht

Die Beantwortung solcher Anfragen – wie der StuRa Uni Freiburg korrekt bemerkt – kostet die Studierendenschaften euer Geld, denn mit der Zusammenstellung der öffentlich einsehbaren Daten verschwendet bezahltes Personal der Studierendenschaften ganze Arbeitstage – oder die ehrenamtlichen Studi-Vertreter*innen verschwenden ihre Lebenszeit.
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[1] Posting der FSVV zur Landtagsanfrage bzgl. G20: https://www.facebook.com/fsrvv/posts/521567548187633
[2] Hier die komplette Landtagsanfrage der AfD auf der Seite des Landtages: https://www.landtag-bw.de/files/live/sites/LTBW/files/dokumente/WP16/Drucksachen/2000/16_2248_D.pdf
[3] Stellungnahme des StuRa Freiburg u.a. zur AfD-Landtagsanfrage: https://www.facebook.com/StuRaFreiburg/posts/1068971369906459

Den Biber zum Tanzen bringen! – Klubhausfest am 20. April

Der Biber steppt nicht nur in der Ammer, sondern am 20. April auch im Klubhaus: pünktlich zum Semesterstart beim legendären Klubhausfest der Fachschaftenvollversammlung und der Grüne Hochschulgruppe Tübingen.

Tanzbare Musik gibts auf zwei Floors von den PegelJungs und den DJs Ursus und Fabian, dazu günstiges Bier und wie immer kostenlosen Eintritt.

Kommt vorbei, macht euch warm fürs Sommersemester und bringt mit uns den Biber zum Tanzen!

Do., 9. März: Fotovortrag Afghanistan – Hoffnung, Flucht, Vetreibung

Fotovortrag – Afghanistan von Erik Marquardt
Donnerstag, 9. März 19:30 – 21:30
Schlatterhaus – Österbergstr. 2, 72074 Tübingen

In den letzten Monaten wird viel über Afghanistan diskutiert. „Kann man Menschen dorthin abschieben?“, fragen sich immer mehr Menschen. Erik Marquardt ist oft auf die Fluchtroute über den Balkan gereist und hat dort als Fotograf die Situation eindrücklich festgehalten. Anfang 2017 war er in Afghanistan und hat dort die Sicherheitslage und die Situation der Geflüchteten dokumentiert. In seinem Fotovortrag schildert er Eindrücke, Erlebnisse und Probleme in Afghanistan und auf der Fluchtroute. Wie sieht es in Afghanistan aus? Welche Perspektive haben die Menschen in diesem zerrüttetem Land? Ist das Land sicher und was bedeutet Sicherheit überhaupt? Was bewegt die Menschen dort zur Flucht?

In dem Vortrag wird neben der Situation in Afghanistan auch auf die aktuelle Situation auf der Fluchtroute eingegangen.
Im Anschluss an den Vortrag ist Raum zur Diskussion. Anwesend wird auch MdL Daniel Lede Abal, Sprecher für Migration und Integration sein.

zur Person:
Erik Marquardt ist Fotograf, Fotojournalist und Politiker bei Bündnis 90/DIE GRÜNEN. Er war von 2011 bis 2013 im Vorstand des „freien zusammenschlusses von studentInnenschaften“ (fzs). Bis November 2015 war er Bundessprecher der GRÜNEN JUGEND. Seit November 2015 ist er Mitglied im Parteirat von Bündnis 90/Die Grünen. Seine Fotos und Videos von der Fluchtroute wurden unter anderem bei Spiegel Online, Arte und im Tagesspiegel veröffentlicht.

Veranstalter sind:
Bündnis 90/Die Grünen Kreisverband Tübingen
Poststraße 2-4, 72072 Tübingen
und die Grüne Hochschulgruppe Tübingen

Foto: (c) 2017 @ErikMarquardt