Suche Zimmer, nehme alles.

#meinung
Alle Jahre wieder … kommt die Mietsteigerung.

Um 22 Prozent sind die Mieten für Vergleichs-Wohnungen in Tübingen gestiegen seit 2018. Gleichzeitig stagnieren oder sinken die Mieten leicht in vielen Unistädten. Das meint zumindest Immoscout herausgefunden zu haben.

Wir brauchen endlich mehr Alternativen zum privaten Wohnungsmarkt! Nicht nur, damit wir Studis unterkommen, sondern auch, damit für Familien und Arbeiter*innen überhaupt noch Wohnraum bleibt. Die Wohnheime des StuWe sind zunehmend nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Dass ausgerechnet in dieser angespannten Lage das StuWe seine Privatzimmervermittlung ersatzlos streicht, ist eine Farce. Und zugleich stehen über ein dutzend Häuser in der Innenstadt seit Jahren leer.

vgl. https://www.gea.de/…/kreis-tuebingen_artikel,-studentenbude… bzw. https://www.tagblatt.de/…/Neumieten-um-22-Prozent-hoch-4279…

Cyber Valley Beirat

Alles im Grünen Bereich beim Cyber Valley, jetzt, wo es einen Ethikbeirat gibt? Nur hat der weder Stimmrecht noch Einfluss auf die Forschung, die im Cyber Valley aus Drittmitteln passiert. Die Veranstalter:innen der kritischen Vorlesungsreihe und das Bündnis gegen das Cyber Valley finden das kritisch. Hier ihre ausführliche Pressemitteilung:

https://www.blochuni.org/2019/08/29/public-advisory-board-das-cyber-valley-entzieht-sich-weiterhin-der-oeffentlichen-kontrolle/

#allefürsklima #20september

„Der Klimawandel hört nicht plötzlich frustriert auf, wenn du aus Protest gegen Papierscheine nicht zur Prüfung erscheinst oder auf deinen Morgenkaffee verzichtest und die Vorlesung verschläfst.“ so einer unserer Aktivist*innen. „Der Klimawandel macht – leider – auch keine Semesterferien.“

Wir begrüßen, dass die Fridays for future-Bewegung aus unserer Sicht weiter geht als bloße „Umweltbewegung“ und sich nicht auf Forderungen an Politik und Individuen begrenzen will. Der lokalen Orga-Gruppe gelingt es zunehmend, Zusammenhänge von fossilem Kapitalismus, Abhängigkeit von Energieträgern (z.B. Kohle) und deren Eigentümer*innen, Gerechtigkeit und einer sinnvollen Klimapolitik mit sozialen und gesellschaftlichen Fragen aufzuzeigen. So verbanden Kundgebungen der Tübinger Orga-Gruppe Themen wie Generationen- und globaler Gerechtigkeit, Wirtschaft, Migration, Agrarwende oder Frieden mit Klimawandel. Klimagerechtigkeit kann dabei nicht ohne weitere Aspekte (z.B. fehlender sozialer Ausgleich, Genderfragen, Neokolonialismus, Ausbeutungsverhältnisse, Faschismus als Schutzmacht bestehender Ungerechtigkeiten, …) gedacht werden.

Der Studierendenrat Tübingen hat in seiner vergangenen Sitzung auf unseren Antrag [1] hin beschlossen, sich mit den geplanten globalen Protesten und Streiks am 20. September 2019 zu solidarisieren und zur Teilnahme an diesen aufzurufen.

Die Studierenden von heute werden (zukünftig) durch die bestehende klimafeindliche Politik betroffen sein. Es ist daher notwendig, dass wir solidarisch an den Protesten und dem Generalstreik ab dem 20. September teilnehmen. Nur durch Sprengen unserer Ketten können wir unsere gemeinsame Handlungsmacht erkennen. „Damit endlich etwas passiert, braucht es eine lautstarke Gesellschaft […] die am 20.9. miteinander eine Klimapolitik des Zusammenhalts einfordert.“ [2]


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siehe auch:
[1] letzte StuRa-Sitzung,
[2] Infos auf der FFF-Webseite
[3] Facebookveranstaltung Globaler Klimastreik #AlleFürsKlima,
[4] Aufruf von March for Science zum Streik,
[5] analyse & kritik über die Möglichkeit eines Generalstreiks,
[6] Weitere Kampagnenseite

Was andere fordern, was wir wollen

#meinung

Weil gerade „Wahlkampf“ ist, wird wieder viel gefordert und noch mehr behauptet. Leider wird, anstatt an Projekten zusammen zu arbeiten, viel Zeit für Vorwürfe investiert. Letztes Jahr haben wir versucht, möglichst viele der Falschbehauptungen und krummen Darstellungen richtig zu stellen. Aber dieses Jahr ist uns das schlicht zu viel.

Daher beschränken wir uns auf eine – sehr stark verkürzende – Darstellung, was manche andere Gruppen so fordern im Themenkomplex Umwelt, und was wir so wollen. Wir hoffen, niemand damit Unrecht zu tun. Zu drei der antretenden Listen konnten wir keine Infos finden.

Und, bevor ihr euch fragt: Natürlich haben wir auch nicht alles umgesetzt, was wir wollen. Manche Projekte dauern ihre Zeit, wenn man sie richtig machen möchte. Wer an den entsprechenden Stellen schon einmal – wie wir das regelmäßig tun – an Gesprächen teilnimmt, merkt, dass das alles nicht so einfach ist, wenn man mehr will als fordern. Die Mühlen mahlen langsamer, als wir das uns wünschen.

Übrigens, #funfact, auf dem öffentlichen Verteiler des AK Umwelt (Stand Montag früh) finden sich neben dem StuRa-Büro, GHG- und FSVV-Aktiven, unserem GHG-Aktivis-Verteiler noch genau eine andere Mailadresse einer Aktiven einer anderen Wahlliste.

Aber, auch dafür treten wir ein: Die Freiheit, sich anders zu organisieren. ❤