StuRa Tübingen spricht sich auf Antrag der GHG für Stadtbahn aus.

Der AK Presse&Öffentlichkeit der VS Tübingen schreibt:

Studierendenrat Tübingen spricht sich für Stadtbahn aus 🚃

In Tübingen wird am 26. September nicht nur der Bundestag gewählt, sondern auch per Bürgerinnenentscheid über die Innenstadtstrecke der Regional-Stadtbahn Neckaralb abgestimmt.

Die Stadtbahn hat auch große Auswirkungen für Studierende und deswegen haben wir gestern per Umlaufverfahren fast einstimmig beschlossen, die Innenstadtstrecke zu unterstützen.

Über die Stadtbahn wird gerade viel diskutiert. Unserer Meinung nach überwiegen die Vorteile:
• Unigebäude – insbesondere auf dem Berg – werden besser ans Umland angebunden
• Die Stadtbahn ermöglicht umweltfreundliches Pendeln
• Die Stadtbahn ist komfortabler als ein Bus und zu Stoßzeiten, wie etwa Vorlesungsbeginn, passen mehr Menschen in die Bahn als in Busse
• Da die Stadtbahn den Autoverkehr deutlich stärker als die Alternativen Schnellbus und Seilbahn reduziert, macht sie außerdem auch den Tal-Campus deutlich attraktiver.

Unseren Beschluss zur Stadtbahn findet ihr unter https://www.stura-tuebingen.de/pm-stadtbahn/

Wir rufen alle Studierende dazu auf, sich über die Stadtbahn zu informieren und sofern sie berechtigt sind, an der Abstimmung teilzunehmen 🗳

Alle, die seit mindestens drei Monaten den Hauptwohnsitz in Tübingen haben, EU-Bürgerin sind, das 16. Lebensjahr vollendet haben und nicht vom Wahlrecht ausgeschlossen sind können beim Bürger*innenentscheid mit über die Stadtbahn abstimmen.

Bring deine Stimme zum Blühen – Wahlinfos 2020

Am 8. und 9. Dezember sind Uniwahlen. Noch bis 1. Dezember könnt ihr Briefwahl beantragen bei www.uni-tuebingen.de/de/183217

Wahllokale gibt es am 8. Dezember auf der Morgenstelle im Hörsaalzentrum und am 9. Dezember im Clubhaus (Achtung, nicht barrierefrei!) von jeweils 9 bis 17 Uhr.

Weitere Infos dazu auf www.stura-tuebingen.de/wahlen-2020

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Lieber Meckern statt Mackern!

Folgende Stellungnahme wurde in der vorliegenden Form inklusive der Fußnote durch die GHG-Sitzung vom 17. Mai 2020 verfasst und am Folgetag durch weitere Aktivis bestätigt.


Auch wir wurden vom AK Gleichstellung, wie auch weitere Hochschulgruppen, dazu aufgefordert, uns zu den Vorkommnissen im StuRa zu äußern. Seit Jahren existieren auch an den Universitäten Sexismus-Probleme, die sich auch auf den StuRa übertragen und von ihm (unbewusst) übernommen und reproduziert werden.

Diese Probleme werden seit Jahren regelmäßig thematisiert – beispielsweise auch durch Gleichstellungskommissionen – doch nur schleppend bis gar nicht treten Veränderungen ein. Oft wiederholen sich die gleichen Debatten immer wieder. Durch den Vorfall am 04.05.2020 wurde dieser Status-Quo ein weiteres Mal sichtbar, mit dem Unterschied, dass unverzüglich gehandelt wurde: Betroffene haben die StuRa-Sitzung verlassen und der AK Gleichstellung hat sich unverzüglich positioniert. Es ist also keineswegs ein „plötzlich auftauchender Sexismus“, sondern eine Struktur, die gewachsen ist und aufrecht erhalten wird. Die Vorfälle im StuRa verweisen auf ein gesellschaftliches Problem: Beispielsweise dienen sexistische Strukturen im Allgemeinen zur Diskriminierung und zum Machterhalt, wobei dieselben oft im Unbewussten schlummern.

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Offenes GHG-Treffen im Wintersemester 2019/20

Auf unserem offenen Treffen besprechen wir alle Themen der Tübinger Hochschulpolitik, anstehende Veranstaltungen, gemeinsame Ideen und notwendige Veränderungen. Alle Anwesenden haben eine Stimme. Kommt gerne unverbindlich vorbei.

Jeden zweiten Montag, 20:15 Uhr im studentischen Klubhaus (Linker Eingang, links die Treppe hoch, im Zentralen Fachschaftenbüro)

Die nächsten Treffen sind:
20.01.2020, 03.02.2020, 17.02.2020 und 02.03.2020

#allefürsklima #20september

„Der Klimawandel hört nicht plötzlich frustriert auf, wenn du aus Protest gegen Papierscheine nicht zur Prüfung erscheinst oder auf deinen Morgenkaffee verzichtest und die Vorlesung verschläfst.“ so einer unserer Aktivist*innen. „Der Klimawandel macht – leider – auch keine Semesterferien.“

Wir begrüßen, dass die Fridays for future-Bewegung aus unserer Sicht weiter geht als bloße „Umweltbewegung“ und sich nicht auf Forderungen an Politik und Individuen begrenzen will. Der lokalen Orga-Gruppe gelingt es zunehmend, Zusammenhänge von fossilem Kapitalismus, Abhängigkeit von Energieträgern (z.B. Kohle) und deren Eigentümer*innen, Gerechtigkeit und einer sinnvollen Klimapolitik mit sozialen und gesellschaftlichen Fragen aufzuzeigen. So verbanden Kundgebungen der Tübinger Orga-Gruppe Themen wie Generationen- und globaler Gerechtigkeit, Wirtschaft, Migration, Agrarwende oder Frieden mit Klimawandel. Klimagerechtigkeit kann dabei nicht ohne weitere Aspekte (z.B. fehlender sozialer Ausgleich, Genderfragen, Neokolonialismus, Ausbeutungsverhältnisse, Faschismus als Schutzmacht bestehender Ungerechtigkeiten, …) gedacht werden.

Der Studierendenrat Tübingen hat in seiner vergangenen Sitzung auf unseren Antrag [1] hin beschlossen, sich mit den geplanten globalen Protesten und Streiks am 20. September 2019 zu solidarisieren und zur Teilnahme an diesen aufzurufen.

Die Studierenden von heute werden (zukünftig) durch die bestehende klimafeindliche Politik betroffen sein. Es ist daher notwendig, dass wir solidarisch an den Protesten und dem Generalstreik ab dem 20. September teilnehmen. Nur durch Sprengen unserer Ketten können wir unsere gemeinsame Handlungsmacht erkennen. „Damit endlich etwas passiert, braucht es eine lautstarke Gesellschaft […] die am 20.9. miteinander eine Klimapolitik des Zusammenhalts einfordert.“ [2]


***

siehe auch:
[1] letzte StuRa-Sitzung,
[2] Infos auf der FFF-Webseite
[3] Facebookveranstaltung Globaler Klimastreik #AlleFürsKlima,
[4] Aufruf von March for Science zum Streik,
[5] analyse & kritik über die Möglichkeit eines Generalstreiks,
[6] Weitere Kampagnenseite

Wahlprogramm 2019 (Kurzfassung)

Hier unser Falt-Flyer als PDF.

Wir, die Grüne Hochschulgruppe (GHG), arbeiten seit Jahren auf allen Ebenen der Studierendenvertretung mit – in Senat, StuRa, Kommissionen, Arbeitskreisen –, zusammen mit den Fachschaften und Gruppen. Außerdem beteiligen wir uns im Verband Campusgrün sowie als Delegierte bei den unabhängigen studentischen Landes- und Bundesvertretungen (Landes-Asten-Konferenz und freier Zusammenschluss der Student*innenschaften). Uns ist wichtig auch außerhalb der Uni politisch aktiv zu sein. Denn was unsere Uni betrifft, geht oft weiter über sie hinaus.

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Workshop auf dem Ract!festival 2019

Samstag, 8. Juni, 15 bis 17 Uhr, 
im Workshopbereich auf dem Ract!festival

Auch übermorgen nachdenken können –
Politisch aktiv sein und bleiben

Du findest dich vor lauter Bäumen im Wald nicht mehr?
Die Welt brennt und du bist gerade die einzige, die löscht?
Das Klima stirbt und die Nazis marschieren?

Manchmal wächst uns Aktivismus über den Kopf.
Aber du darfst dich selbst nicht vergessen.

Timo vom Klima*Kollektiv schreibt und lehrt über Nachhaltigen Aktivismus und gibt Hilfe, wie du es schaffst, politisch aktiv zu sein, ohne selbst auszubrennen.

Der Workshop wird durch die Grüne Hochschulgruppe veranstaltet und finanziell gefördert durch den Studierendenrat der Eberhard Karls Universität Tübingen. Wir bedanken uns für die Förderung.

Weiterer Eintritt in den fzs

Seit diesem Jahr ist die Verfasste Studierendenschaft an der Uni Tübingen (Studierendenrat Tübingen) nun Mitglied in bundesweiten Dachverband fzs (freier zusammenschluss von studentInnenschaften (fzs)). Das kostet zwar jeden Studi rund 80ct (weniger als einen Kaffee) pro Jahr, bietet dafür aber durch die Vernetzungs- und Fortbildungsmöglichkeiten und eine möglichst starke und vielfältige Interessenvertretung auch auf Bundesebene viele Vorteile. Zum Vergleich: Fürs Deutsche Studentenwerk [sic!], dem Dachverband des StuWe, bezahlst du 1,60 Euro pro Jahr, ohne das du je darüber mitbestimmen durftest.

Trotz der Kosten hat sich gestern das Studierendenparlament der Universität Frankfurt dazu entschieden, dem fzs wieder beizutreten. Die rund 50.000 Studis an der Goethe Uni müssen allerdings keine 80 ct pro Kopf bezahlen. Der Beitrag ist auf maximal 30.000 Euro je Uni gedeckelt. Ebenso gibt es für kleine Hochschulen und die Nicht-Verfassten Studierendenschaften (wie in Bayern) geringere oder rein symbolische/gar keine Mitgliedsbeiträge. Zusammen mit Tübingen sind Anfang des Jahres die Studierendenvertretungen der TU Darmstadt, der MH und PH Freiburg, die HAW Hamburg und die Hfm Karlsruhe beigetreten.

Die Rückkehr des AStA Universität Frankfurt zeigt: Auch die großen Hochschulen haben ein Interesse an einer starken und parteiunabhängigen studentischen Interessenvertretung. Wer mitentscheiden will, darf nicht unbeteiligt bleiben. Und wer kritisch gegenüber steht und unbeteiligt bleibt, kann konstruktiv nichts verbessern.

Besonders freuen wir uns, dass die Studierendenschaften, welche an der letzten Mitgliederversammlung teilnahmen, den Studierenden der Uni Tübingen das Vertrauen entgegen brachten, in ihrem Sinne bis zur nächsten Mitgliederversammlung im Verband mitzuwirken – so wie das Abgeordnete zwischen den Wahlen tun. Im sogenannten Ausschuss der Studierendenschaften (AS) darf Tübingen mitbestimmen, wie sich der Verband äußert.

Als Grüne Hochschulgruppe wünschen wir uns noch mehr Vielfalt im Zusammenschluss – auch konstruktive Kritik! -, denn Demokratie lebt von unserer und eurer Beteiligung. Insbesondere beglückwünschen wir unsere Freund*innen Grüne Hochschulgruppe an der Uni Frankfurt, welche den fzs-Beitritt zu einem ihrer Ziele erklärt hatte.

Willkommen zurück! 🌈💚🐧✊

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Quellen: 
https://www.fzs.de/ * Arbeitsbericht des DSW 2018, S. 108 * https://twitter.com/fzs_ev/status/1118632232900493313 * https://fzs-mv.de/…/uploa…/2019/04/reader-nach-der-61-mv.pdf * Persönlicher Kontakt zu Aktiven in Frankfurt

Do., 9. März: Fotovortrag Afghanistan – Hoffnung, Flucht, Vetreibung

Fotovortrag – Afghanistan von Erik Marquardt
Donnerstag, 9. März 19:30 – 21:30
Schlatterhaus – Österbergstr. 2, 72074 Tübingen

In den letzten Monaten wird viel über Afghanistan diskutiert. „Kann man Menschen dorthin abschieben?“, fragen sich immer mehr Menschen. Erik Marquardt ist oft auf die Fluchtroute über den Balkan gereist und hat dort als Fotograf die Situation eindrücklich festgehalten. Anfang 2017 war er in Afghanistan und hat dort die Sicherheitslage und die Situation der Geflüchteten dokumentiert. In seinem Fotovortrag schildert er Eindrücke, Erlebnisse und Probleme in Afghanistan und auf der Fluchtroute. Wie sieht es in Afghanistan aus? Welche Perspektive haben die Menschen in diesem zerrüttetem Land? Ist das Land sicher und was bedeutet Sicherheit überhaupt? Was bewegt die Menschen dort zur Flucht?

In dem Vortrag wird neben der Situation in Afghanistan auch auf die aktuelle Situation auf der Fluchtroute eingegangen.
Im Anschluss an den Vortrag ist Raum zur Diskussion. Anwesend wird auch MdL Daniel Lede Abal, Sprecher für Migration und Integration sein.

zur Person:
Erik Marquardt ist Fotograf, Fotojournalist und Politiker bei Bündnis 90/DIE GRÜNEN. Er war von 2011 bis 2013 im Vorstand des „freien zusammenschlusses von studentInnenschaften“ (fzs). Bis November 2015 war er Bundessprecher der GRÜNEN JUGEND. Seit November 2015 ist er Mitglied im Parteirat von Bündnis 90/Die Grünen. Seine Fotos und Videos von der Fluchtroute wurden unter anderem bei Spiegel Online, Arte und im Tagesspiegel veröffentlicht.

Veranstalter sind:
Bündnis 90/Die Grünen Kreisverband Tübingen
Poststraße 2-4, 72072 Tübingen
und die Grüne Hochschulgruppe Tübingen

Foto: (c) 2017 @ErikMarquardt

Stellungnahme von Vertreter*innen der GHG und der FSVV zur Mitveranstalterschaft des Studierendenrats am Ract!festival

Diese Stellungnahme wurde durch die GHG beschlossen und wartet aktuell noch darauf, auch durch die FSVV beschlossen zu werden. Sie wurde gemeinschaftlich von mehreren Vertreter*innen beider Gruppen geschrieben.

Nachdem Zweifel darüber laut wurden, ob die Förderung und Mitveranstaltung des Ract!festival durch den Studierendenrat Tübingen rechtlich in Ordnung ist, freuen wir uns, zusammen mit der FSVV folgendes klarstellen zu können:

Sämtliche Zweifel wurden durch das Rektorat und die Rechtsabteilung der Uni wie erwartet klar zurückgewiesen. Der StuRa darf das Ract! ohne rechtliche Bedenken finanziell fördern und Mitveranstalter sein, wie zuvor auch schon der AStA.

Diese Haltung der Uni ist nicht neu und wurde unabhängig von den aktuellen Debatten schon im Vorfeld erfragt.

Da das Ract!-Festival ein Arbeitskreis des StuRas wie viele andere ist, sehen wir keinen Grund, ihn gesondert zu behandeln. Die Höhe der finanziellen Förderung bzw. die Förderung überhaupt ist das Ergebnis offizieller Beschlüsse, Entscheidungen werden gemeinsam getroffen und die Berichterstattung ist transparent.

In diesem Sinne stellen wir uns auch ganz klar hinter die Finanzreferentin des StuRas, Christin Gumbinger, der Befangenheit in ihrem Amt vorgeworfen wurde, weil sie zusätzlich im AK Ract! tätig ist: In keiner ihrer Positionen trifft sie Entscheidungen alleine oder hat die Möglichkeit, StuRa-Beschlüsse zugunsten des Ract! zu beeinflussen. Da alle StuRa-Mitglieder sich in den Arbeitskreisen engagieren, lassen sich „Doppelrollen“ nicht vermeiden. In letzter Instanz wird die finanzielle Arbeit aller Arbeitskreise jedoch durch den StuRa bzw. seiner bevollmächtigten Vorsitzenden kontrolliert, weshalb Befangenheitsvorwürfe unbegründet sind.

Wir bedanken uns ausdrücklich bei Christin Gumbinger für ihre mühsame und zeitaufwändige Arbeit als Finanzreferentin und beim AK Ract!, der jedes Jahr ein kulturell und politisch wertvolles Festival auf die Beine stellt.