Antworten (2018-11-15)

Auf Anfrage eines studentischen Mediums beantworteten wir die unten stehenden Fragen. Diese wurden am Mittwoch an uns gesendet und sollen schnellstmöglich, idealerweise bis Sonntag beantwortet werden. Sie wurden außerdem an [’solid].SDS, RCDS, und die FSVV gestellt. Mit Juso-HSG und LHG wurde persönlich gesprochen. Folgende Antworten haben wir auf Grundlage eines Gesprächs bei unserem Treffen vom 15.11.2018 an das Medium gesendet. Es sind daher viele unterschiedliche Meinungen der Anwesenden eingebunden.

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Kleidertausch im Klubhaus

9. November 2018 im Klubhaus (Kleiner Saal)
18.00 – 19.00 Uhr Filmvorführung: living wage – now!
19.00 – 21.00 Uhr Kleidertausch
Durchgehend: Posterausstellung „Ich mache deine Kleidung! Die starken Frauen aus Süd Ost Asien“ von FEMNET e.V. (Infos unten)

Egal ob Pullover oder Abendkleid, Mütze oder Gummistiefel, bringt eure aussortierten Sachen mit und lasst uns tauschen!
Dazu wird es Getränke gegen Spende geben.

Wir bereiten Tische und Kleiderstangen vor, die wir nach „Rubriken“ ordnen (z,B. Hose, Pullover, Accessoires). Dort könnt ihr eure Sachen einsortieren und los geht’s. Der Kleidertausch kostet nichts.
Bringt bitte nur saubere und gut erhaltene Sachen mit! 🙂

Die übrige Kleidung geht an den „Umsonstladen“ in der Schelling oder ihr nehmt eure Sachen wieder mit nach Hause.

Wir freuen uns auf euren zahlreichen Besuch! 🙂

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit KleidertauschTUE [at] posteo.de statt.

*Die Ausstellung porträtiert neun Frauen aus Textilfabriken in Kambodscha und Bangladesch. Sie berichten über ihren Arbeitsalltag und ihr Engagement als Gewerkschafterinnen. Die Ausstellung wurde ursprünglich von der niederländischen Kampagne für Saubere Kleidung erstellt und 2014 von FEMNET e.V. ins Deutsche übersetzt und aufbereitet. Mehr Infos zu der Ausstellung und zu FEMNET e.V. unter:
https://www.femnet-ev.de/index.php/themen/ausstellung-ich-mache-deine-kleidung

Damenverbindungen – zwischen Emanzipation und patriarchalen Strukturen? (Vortrag)

Wir, die GHG, beteiligen uns mit einem Vortrag an der Blochwoche. Der Vortrag wird durch den Studierendenrat Tübingen finanziell gefördert. Wir bedanken uns für die Förderung.

Damenverbindungen – zwischen Emanzipation und patriarchalen Strukturen? (Vortrag)

Drei* Damenverbindungen konkurrieren in diesen Tagen an unserer Uni um neue Studentinnen. Das Verbindungswesen bleibt dennoch Männerdomäne. Sind Damenverbindungen ein Zeichen von Emanzipation? Die Diplom-Sozialwirtin Anne Mielke führte zahlreiche Interviews mit Verbindungsstudent*innen und promoviert zu „Frauen in Couleur“. Sie sprach u.a. in SWR.Wissen, ZDF.info und mephisto 97.6 zum Thema. Wie ticken Verbindungsstudentinnen heute? Welche Strukturen reproduzieren sie? Und ist alle Verbindungskritik damit schon überholt?

Am Mittwoch, 24.Oktober 2018, um 18 Uhr, laden wir euch herzlich zum Vortrag in den Kupferbau, Hörsaal 24, ein.

Der Einlass ist kostenlos. Die Veranstaltungen der Bloch-Woche bieten keine Werbefläche für rassistische, sexistische, menschenverachtende oder sonstig diskriminierende Symbole. Wir bitten insbesondere auf das Tragen von Bändern, Uniformen, Mützen und ähnlichen Kleidungsstücken zu verzichten. Als Veranstalter*innen behalten wir uns vor, Störer*innen von der Veranstaltung auszuschließen.

Dienstag und Mittwoch, 3./4. Juli: Grüne Hochschulgruppe wählen!

Wir, die Grüne Hochschulgruppe (GHG), arbeiten seit Jahren auf allen Ebenen der Studierendenvertretung bei der Umsetzung unserer und eurer Ideen mit – in Senat, StuRa, Kommissionen, Arbeitskreisen, zusammen mit den Fachschaften und Gruppen. Außerdem beteiligen wir uns innerhalb der Campusgrün-Verbände auf Landes- und Bundesebene und können so direkteren Einfluss auf politische Entscheidungen ausüben. Unser Ziel: Eine ökologische, demokratische, sozial gerechte und vielfältige Hochschule. Die Studierenden brauchen dafür eine breite und demokratisch organisierte Lobby, um ihre Interessen im Land, an der Uni und in der Stadt hörbar und umsetzbar zu machen. 
 
Alternative Hochschulpolitik statt alternativer Fakten. 
Dem StuRa legten wir erneut einen sparsameren, ausgearbeiteten Haushaltsplan mit Beitragssenkung auf 3,50 Euro zum Abbau der Rücklagen vor. 
Unsere Aktiven unterstützten das Anlernen des neuen StuRa-Personals, welches durch einen gruppenübergreifenden Personalausschuss eingestellt wurde. 
Mehrfach wiesen wir auf rechtliche Probleme bei Anträgen – auch von im StuRa sitzenden Listen – hin. 
Im Senat haben wir konstruktiv mit allen Gruppen und in enger Absprache mit den betroffenen Fachschaften zusammengearbeitet.
Wir informierten über das landesweite Semesterticket und zeigten, für wen sich ein Ticket lohnen würde – und für wen nicht. Beim lokalen Ticket setzen wir uns für geringere Preissteigerungen ein, beim landesweiten Ticket fordern wir ein stärkeres finanzielles Entgegenkommen der Landesregierung.
Auf Landesebene setzen wir uns weiterhin für eine stärkere Transparenz der universitären Gremien ein, um öffentliche und kritische Diskussionen zu ermöglichen und die Hochschulöffentlichkeit zu stärken.
Wir sind gegen die Verunglimpfung von studentischen Engagement: Demokratisches Teilhabe darf nicht kriminalisiert werden.
 
Unser Herz schlägt für grüne Vielfalt und eine gerechtere Welt.
Mit unserem Vorschlag zu leitungsgebundenen Wasserspendern wollen wir die Beliebtheit und plastikfreie Nutzung von Leitungswasser erhöhen. Nachdem der StuRa Gelder für ein Pilotprojekt bewilligt hat, gilt es nun die Universität von einer stärkeren Zusammenarbeit zu überzeugen. 
Beim StuWe fordern wir mehr veganes und nachhaltigeres Essen in den Mensen, auch während der kommenden Renovierungen/Ausweichmensa im Tal. Wir wollen ein weiterhin gut erreichbares BaföG-Amt. Wir sind für mehr Mehrweg statt Einweg und unterstützen dabei die KeepCup-Aktion von „Besser bechern“. 
In der Kommission Studium und Lehre treten wir für tatsächlich studierbare Studiengängen ein. In den Unigremien fordern wir die Umsetzung der EMAS-Vorgaben, insbesondere den Umstieg auf digitale Gremienunterlagen.  
In den kommenden Semestern wollen wir uns für die Anschaffung eines studentischen Ausleih-Fahhradanhängers einsetzen, intensiver mit den vielen anderen grünen Gruppen in Tübingen zusammenarbeiten und uns über Diskussionsräume stärker mit der Unterrepräsentation von Frauen in der Wissenschaft und Führungspositionen auseinandersetzen.
 
Wir wollen gemeinsam mit euch weiterarbeiten. Eine grünere, demokratischere, vielfältigere Uni ist möglich. Wenn wir nicht nur meckern, sondern anpacken.

Mehr Infos zu den Wahlen und Infos zu allen Gruppen beim Studierendenrat.

Ract!festival Workshop

Ist Boris Palmer ein Rassist? Eine Übung zum Rassismusbegriff und dessen Aktualität Samstag, 15:00, Zelt 2

Seit dem Jahr 2015 profiliert sich der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer als Mahner in Migrations- und Integrationsfragen. Er fokussiert auf Probleme und Schwierigkeiten der Integration der nach Deutschland geflohenen Menschen; er vertritt die Ängste und Sorgen von Einheimischen gegenüber den Folgen der Zuwanderung. Immer mal wieder fällt er dabei mit generalisierenden Äußerungen über die Flüchtlinge, aber auch über die ihnen gegenüber gestellten Einheimischen (»grüne Professor« mit seiner »blonden Tochter«) auf. In der Öffentlichkeit werden diese Äußerungen mit dem Adjektiv ›rassistisch‹ be- und damit auch verurteilt. Boris Palmer weist diese Beurteilung stets zurück – und hält das, was andere für rassistisch halten, für menschlich und für verantwortungsethisch sauber. Den Vorwurf tut er als »Moralkeule« und als »Hochmut des liberalen Bürgertums« ab. In dem Workshop wollen wir erkunden, ob der Begriff Rassismus tatsächlich so uneindeutig und beliebig ist, so dass wir darüber konkrete Erscheinungsformen des Rassismus nicht identifizieren können. Verfügen wir, so fragen wir uns, über einen belastbaren Begriff von Rassismus und können wir mit diesem Begriff konkrete Politik analysieren und beurteilen? Der »Fall Boris Palmer« bietet uns für diese Frage den Anlass – und das Textmaterial, an dem wir diese Frage exemplarisch bearbeiten.

Der Workshop wird – auf Einladung der Grünen Hochschulgruppe – geleitet durch Prof. Dr. Matthias Möhring-Hesse, Professor für Theologische Ethik und Sozialethik an der Uni Tübingen. Die Teilnehmer*innenzahl ist begrenzt.