#allesfürsklima

#globalerstreik #allefürsklima
Auch die Universitäten müssen ihre Verantwortung wahrnehmen. Es reicht nicht, wenn auch die Universität Tübingen immer weitere Erkenntnisse über die kommenden Veränderungen sammelt [1], sie muss auch Teil einer anderer Veränderung sein. Einer, die sich bewegt hin zu einer demokratischeren Gesellschaft, in der die Folgen des Klimawandels nicht vergesellschaftet, sondern gemeinsam getragen und abgeschwächt werden.

Wenn wir am Freitag ab 11 Uhr durch Tübingen laut und stark demonstrieren [2], dann auch, weil wir die Stadt und die Gesellschaft und die Universität und die Wirtschaft gemeinsam denken und ein gemeinsames Handeln einfordern. Die Welt retten wir nur gemeinsam.

Hier gibts Infos zur Route von Fridays for future Tübingen: https://www.facebook.com/…/a.984910305028…/1142044925981386/
Hier das Programm der Klimawoche: https://www.facebook.com/fridaysforfuturetuebingen/posts/1141419682710577
Hier ein Posting des FZS zur Verantwortung der Hochschulen: https://www.facebook.com/…/a.10151348354…/10159591845893499/

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[1] vgl. https://uni-tuebingen.de/…/klimawandel-bedroht-genetische-…/
[2] Zeitplan hier: https://www.facebook.com/…/a.988076304711…/1146397515546127/

Hochschulfinanzierungsvertrag


#meinung

„So wie es ist, kann es nicht bleiben“ erklären der Campusgrün-Landesverband zusammen mit der Grünen Jugend bezogen auf die mangelnde Hochschulfinanzierung. In ihrem an die Grünen Ministerinnen Theresia Bauer (Bildung) und Edith Sitzmann (Finanzen) gerichteten offenen Brief fordern sie neben einer besseren Finanzierung der Hochschulen insgesamt, dass der Hochschulfinanzierungsvertrag klare Akzente mit ökologischer Steuerungswirkung setzen muss.

Es zeigt sich leider: Eine grüne Regierung bedeutet nicht unbedingt grüne Politik. Es braucht den Druck von den Hochschulen, den Studierenden und von der Straße, wenn wir weiterhin leistungs- und demokratiefähige Hochschulen behalten wollen. Wenn wir jetzt nicht handeln, bleibt den Hochschulen kein anderer Weg, als die Qualität und Quantität zu senken oder sich Förderer zu suchen, die nur ein kommerzielles Interesse an der Wissenschaft haben.

Stellungsnahme von Campusgrün auf Facebook

Suche Zimmer, nehme alles.

#meinung
Alle Jahre wieder … kommt die Mietsteigerung.

Um 22 Prozent sind die Mieten für Vergleichs-Wohnungen in Tübingen gestiegen seit 2018. Gleichzeitig stagnieren oder sinken die Mieten leicht in vielen Unistädten. Das meint zumindest Immoscout herausgefunden zu haben.

Wir brauchen endlich mehr Alternativen zum privaten Wohnungsmarkt! Nicht nur, damit wir Studis unterkommen, sondern auch, damit für Familien und Arbeiter*innen überhaupt noch Wohnraum bleibt. Die Wohnheime des StuWe sind zunehmend nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Dass ausgerechnet in dieser angespannten Lage das StuWe seine Privatzimmervermittlung ersatzlos streicht, ist eine Farce. Und zugleich stehen über ein dutzend Häuser in der Innenstadt seit Jahren leer.

vgl. https://www.gea.de/…/kreis-tuebingen_artikel,-studentenbude… bzw. https://www.tagblatt.de/…/Neumieten-um-22-Prozent-hoch-4279…

Cyber Valley Beirat

Alles im Grünen Bereich beim Cyber Valley, jetzt, wo es einen Ethikbeirat gibt? Nur hat der weder Stimmrecht noch Einfluss auf die Forschung, die im Cyber Valley aus Drittmitteln passiert. Die Veranstalter:innen der kritischen Vorlesungsreihe und das Bündnis gegen das Cyber Valley finden das kritisch. Hier ihre ausführliche Pressemitteilung:

https://www.blochuni.org/2019/08/29/public-advisory-board-das-cyber-valley-entzieht-sich-weiterhin-der-oeffentlichen-kontrolle/

#allefürsklima #20september

„Der Klimawandel hört nicht plötzlich frustriert auf, wenn du aus Protest gegen Papierscheine nicht zur Prüfung erscheinst oder auf deinen Morgenkaffee verzichtest und die Vorlesung verschläfst.“ so einer unserer Aktivist*innen. „Der Klimawandel macht – leider – auch keine Semesterferien.“

Wir begrüßen, dass die Fridays for future-Bewegung aus unserer Sicht weiter geht als bloße „Umweltbewegung“ und sich nicht auf Forderungen an Politik und Individuen begrenzen will. Der lokalen Orga-Gruppe gelingt es zunehmend, Zusammenhänge von fossilem Kapitalismus, Abhängigkeit von Energieträgern (z.B. Kohle) und deren Eigentümer*innen, Gerechtigkeit und einer sinnvollen Klimapolitik mit sozialen und gesellschaftlichen Fragen aufzuzeigen. So verbanden Kundgebungen der Tübinger Orga-Gruppe Themen wie Generationen- und globaler Gerechtigkeit, Wirtschaft, Migration, Agrarwende oder Frieden mit Klimawandel. Klimagerechtigkeit kann dabei nicht ohne weitere Aspekte (z.B. fehlender sozialer Ausgleich, Genderfragen, Neokolonialismus, Ausbeutungsverhältnisse, Faschismus als Schutzmacht bestehender Ungerechtigkeiten, …) gedacht werden.

Der Studierendenrat Tübingen hat in seiner vergangenen Sitzung auf unseren Antrag [1] hin beschlossen, sich mit den geplanten globalen Protesten und Streiks am 20. September 2019 zu solidarisieren und zur Teilnahme an diesen aufzurufen.

Die Studierenden von heute werden (zukünftig) durch die bestehende klimafeindliche Politik betroffen sein. Es ist daher notwendig, dass wir solidarisch an den Protesten und dem Generalstreik ab dem 20. September teilnehmen. Nur durch Sprengen unserer Ketten können wir unsere gemeinsame Handlungsmacht erkennen. „Damit endlich etwas passiert, braucht es eine lautstarke Gesellschaft […] die am 20.9. miteinander eine Klimapolitik des Zusammenhalts einfordert.“ [2]


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siehe auch:
[1] letzte StuRa-Sitzung,
[2] Infos auf der FFF-Webseite
[3] Facebookveranstaltung Globaler Klimastreik #AlleFürsKlima,
[4] Aufruf von March for Science zum Streik,
[5] analyse & kritik über die Möglichkeit eines Generalstreiks,
[6] Weitere Kampagnenseite

Warum wir Plakate aufhängen

#meinung

Ein GHG-Plakat vor dem Rektorat.

Am 2. und 3. Juli 2019 finden Universitätswahlen statt. Daher hat die Liberale Hochschulgruppe, so eine Aussage eines ihrer Vertreter, beim Rektorat beantragt, dass zur Bewerbung der antretenden Wahllisten Plakate auf dem Unigelände angebracht werden dürfen.

Einige Aktivis von uns, welche an derartiger Gestaltung Freude haben, übernahmen diese Aufgabe. Als Trägerinnen für die Plakate haben wir ausgemusterte Plakatpappen und -platten von der letzten Europawahl ein zweites Leben gegeben. Neben anderen Parteien hat die Partei Bündnis 90/Die Grünen (bzw. AL / Grüne) uns vor der Entsorgung ihrer Plakate informiert, so dass die meisten unserer Plakate auf diesen Pappen kleben. (An dieser Stelle nochmal Danke <3).

Manchmal erweckt der Wahlkampf den Eindruck, als könnte man darüber abstimmen, ob die Bibliothek länger geöffnet sein soll, Wohnraumprobleme angegangen werden sollen oder der Kapitalismus abgeschafft wird. Das alles sind keine Sachen, die ihr wählen könnt. Ganz im Gegenteil, selbst wenn ihr eure Stimme uns gebt, können wir nicht versprechen, dass alles umgesetzt wird, was wir wollen. Unsere Wasserspender bspw. ziehen sich seit Jahren und die Solaranlage auf dem Dach der Morgenstellen-Mensa war auch kein Projekt von einigen Tagen.

Wir wollen daher unsere Vorschläge – und besonders die Plakate – nicht als ein Aufruf, uns eine Stimme zu geben sehen (wir freuen uns trotzdem darüber) –, sondern diese Themen und viele andere an der Universität zu diskutieren, eine Position als Studierende zu finden und diese – demokratisch – zu vertreten.

Wir sind am Ende die Menschen, die (wenn ihr das wollt) in den Gremien sitzen. Aber die Entscheidungen fallen außerhalb dieser Gremien. Die Arbeit passiert außerhalb dieser Gremien. In der Gesellschaft, an der Uni, in den Ministerien und Behörden, zuhause bei den Menschen auf die die Gremienmitglieder vertrauen, bei Demos und Kundgebungen, und leider auch ohne uns Studierende im Rektorat. Wenn wir, durch stichhaltige, informierte Argumente und eine offene, kraftvolle Debatte, die Entscheidungsträger*innen davon überzeugen, im Sinne der Studierenden zu bestimmen, ist viel erreicht. Dafür brauchen wir – die Studierenden – alle Informationen und Zugänge, die wir haben können. Wichtiger als dieses Innerhalb der Gremien ist aber weiterhin und jeden Tag die sich organisierende und ungeknebelte Studierendenschaft.

Deshalb hängen unsere Plakate nicht nur da, wo ihr sie seht, sondern auch da, wo beispielsweise die Verwaltungsmitarbeiter*innen der Universität jeden Tag ihren Arbeitsweg gehen.

Hinweis: Die nicht durch uns verwendeten Plakatpappen und -träger haben wir anderen Wahllisten zur Verwendung angeboten, so dass möglichst alle Listen die Möglichkeit haben, zu Plakatieren, wenn sie das möchten.

Gegen die Mackeruni

Unser vollständiges Kurzprogramm findest du hier.

Die Uni gehört uns allen, aber immer noch werden die Stimmen von Frauen* und LGBTI* weniger gehört. Noch immer sind die meisten Professorinnen Männer, selbst in den Fächern, die einen überdurchschnittlich hohen Studentinnen-Anteil haben. Noch immer haben wir mit Benachteiligungen an der Uni zu kämpfen. Dies beginnt schon bei der Unzugänglichkeit von Menstruationsartikeln, insbesondere auf der Morgenstelle. Hiergegen versuchen wir mit anderen Hochschulgruppen anzugehen. Auch in der Gleichstellungskommission setzen wir uns gegen die „Mackeruni“ ein.

Dass ein Leitfaden zur Sprachlichen Gleichstellung nicht durch das Gleichstellungsbüro, sondern durch ein mehrheitlich männliches Rektorat erstellt wurde, mag dem Leitfaden innerhalb der männlich dominierten Uni mehr Gewicht geben, zugleich entzieht es den Profis und den von sprachlicher Benachteiligung Betroffenen die Stimme.

Im vergangenen Jahr informierten wir über die Rolle von Frauen im Verbindungswesen. Auch dort sind patriarchale Strukturen und Macker-Verhalten weiterhin verbreitet und werden durch die Universität – etwa durch Vermietung des Festsaals an entsprechende Gruppen – noch unterstützt.

Im StuRa wollen wir die Stimme von Frauen* noch lauter machen. Auch in unserem Umfeld kommt es immer wieder zu sexistischem Verhalten. Sowohl als Gruppe als auch als Einzelpersonen müssen wir uns stärken gegen den sexistischen „Normal“-Zustand stellen.

Immer wieder gibt es Versuche eines gesellschaftlichen Roll-Back durch konservative und rechte Akteurinnen. Dies beginnt bereits, wenn die sprachliche Unsichtbarmachung von Frauen trotz zahlreicher Studien als schützenswerte Meinung dargestellt wird. Es sind eben längst nicht alle „mitgemeint“.

Wir sagen: Mackertum in all seinen Formen hat an der Uni nichts zu suchen! Für die Selbstbefreiung der Frauen* und LGBTI*!

Für einen klimaneutralen StuRa

Unser vollständiges Kurzprogramm findest du hier.

Wir setzen uns dafür ein, dass der StuRa wirkliche Verantwortung in Hinblick auf Umwelt und Klima übernimmt.

Derzeit können Flugreisen auch im Inland noch immer zu unkompliziert gefördert werden. Hier wäre eine härtere Regelung wünschenswert, die beispielsweise Inlandsflüge sowie Flüge unter 1000 Kilometer ohne Ausnahme ausschließt. 

Auch bei Neuanschaffungen und Einkauf, welche durch den StuRa gefördert werden, soll es Standard sein, statt nur preislichen Überlegungen auch Aspekte der Ökologie und sozialen Verträglichkeit einzubeziehen. Es darf nicht sein, dass wir durch die bisherige Auslegung des Landeshaushaltsrecht dazu gezwungen werden, z.B. Amazon zu nutzen.
Bei Flyern wurde eine umweltfreundliche Regelung in der letzten Legislatur bereits Realität. Warum nicht auch bei Büromaterialien, Kalendern, Computern, Kaffee, Getränken und co.?! 

Schon jetzt kaufen wir aus eigener Überzeugung gebrauchte Artikel, müssen dies aber immer gesondert begründen und unsere Entscheidung rechtfertigen. 

Wir wollen, dass umwelt- und sozialverträgliches Verhalten der Standard ist, nicht die Ausnahme.

Freiheit für Menschen statt nur für Firmen

#meinung

Verbote haben einen schlechten Ruf. Sie schränken unser Konsumverhalten ein – z.B. auf Produkte, die uns und andere nicht schädigen –, schränken unsere Freiheit ein – z.B. beim Zerstören von Natur – und sie sind allgemein nicht gerne gesehen. Dabei sind Verbote vor allem eins: Ein Mittel, gemeinschaftliches Leben zu organisieren. Sie hindern einzelne daran, Dinge zu tun, die viele nicht wollen. „Nein heißt nein“ zeigt, dass deine Freiheit da aufhören muss, wo meine Freiheit beginnt. Darüber müssen wir gar nicht mehr debattieren. Wer das Leben anderer in Frage stellt, übertritt Grenzen, die in einer Demokratie nicht übertreten werden sollten.

Wer von „Verbotsparteien“ spricht, der möchte gerne verschleiern, dass hier demokratische Organisierung und im weitesten Sinne Märke gegen einander stehen und deren Verhältnis ausgehandelt wird. Verbote sind die Entscheidung, Demokratie höher zu werten als den Markt. Freiwillige Selbstverpflichtungen, das Schieben der Verantwortung auf persönliche Präferenzen und Konsumverhalten sind Mittel, Märke vor Zugriff der Demokratie zu schützen.

Insbesondere die Partei Die Grünen fällt immer wieder auf diese Rhetorik herein, folgt marktgerechten Lösungen, statt demokratische Entscheidungen umzusetzen. Und das muss sie auch, denn unsere Demokratie ist vom Markt abhängig. Eigentlich sollte man das auch verbieten…

https://www.zeit.de/kultur/2019-06/konsumverhalten-verbote-gesetze-veraenderungen-gewohnheit-freiheit/komplettansicht