Gegen die Mackeruni

Unser vollständiges Kurzprogramm findest du hier.

Die Uni gehört uns allen, aber immer noch werden die Stimmen von Frauen* und LGBTI* weniger gehört. Noch immer sind die meisten Professor:innen Männer, selbst in den Fächern, die einen überdurchschnittlich hohen Studentinnen*-Anteil haben. Noch immer haben wir mit Benachteiligungen an der Uni zu kämpfen. Dies beginnt schon bei der Unzugänglichkeit von Menstruationsartikeln, insbesondere auf der Morgenstelle. Hiergegen versuchen wir mit anderen Hochschulgruppen anzugehen. Auch in der Gleichstellungskommission setzen wir uns gegen die „Mackeruni“ ein.

Dass ein Leitfaden zur Sprachlichen Gleichstellung nicht durch das Gleichstellungsbüro, sondern durch ein mehrheitlich männliches Rektorat erstellt wurde, mag dem Leitfaden innerhalb der männlich dominierten Uni mehr Gewicht geben, zugleich entzieht es den Profis und den von sprachlicher Benachteiligung Betroffenen die Stimme.

Im vergangenen Jahr informierten wir über die Rolle von Frauen im Verbindungswesen. Auch dort sind patriarchale Strukturen und Macker-Verhalten weiterhin verbreitet und werden durch die Universität – etwa durch Vermietung des Festsaals an entsprechende Gruppen – noch unterstützt.

Im StuRa wollen wir die Stimme von Frauen* noch lauter machen. Auch in unserem Umfeld kommt es immer wieder zu sexistischem Verhalten. Sowohl als Gruppe als auch als Einzelpersonen müssen wir uns stärken gegen den sexistischen „Normal“-Zustand stellen.

Immer wieder gibt es Versuche eines gesellschaftlichen Roll-Back durch konservative und rechte Akteur_innen. Dies beginnt bereits, wenn die sprachliche Unsichtbarmachung von Frauen* trotz zahlreicher Studien als schützenswerte Meinung dargestellt wird. Es sind eben längst nicht alle „mitgemeint“.

Wir sagen: Mackertum in all seinen Formen hat an der Uni nichts zu suchen! Für die Selbstbefreiung der Frauen* und LGBTI*!

Für einen klimaneutralen StuRa

Unser vollständiges Kurzprogramm findest du hier.

Wir setzen uns dafür ein, dass der StuRa wirkliche Verantwortung in Hinblick auf Umwelt und Klima übernimmt.

Derzeit können Flugreisen auch im Inland noch immer zu unkompliziert gefördert werden. Hier wäre eine härtere Regelung wünschenswert, die beispielsweise Inlandsflüge sowie Flüge unter 1000 Kilometer ohne Ausnahme ausschließt. 

Auch bei Neuanschaffungen und Einkauf, welche durch den StuRa gefördert werden, soll es Standard sein, statt nur preislichen Überlegungen auch Aspekte der Ökologie und sozialen Verträglichkeit einzubeziehen. Es darf nicht sein, dass wir durch die bisherige Auslegung des Landeshaushaltsrecht dazu gezwungen werden, z.B. Amazon zu nutzen.
Bei Flyern wurde eine umweltfreundliche Regelung in der letzten Legislatur bereits Realität. Warum nicht auch bei Büromaterialien, Kalendern, Computern, Kaffee, Getränken und co.?! 

Schon jetzt kaufen wir aus eigener Überzeugung gebrauchte Artikel, müssen dies aber immer gesondert begründen und unsere Entscheidung rechtfertigen. 

Wir wollen, dass umwelt- und sozialverträgliches Verhalten der Standard ist, nicht die Ausnahme.

Freiheit für Menschen statt nur für Firmen

#meinung

Verbote haben einen schlechten Ruf. Sie schränken unser Konsumverhalten ein – z.B. auf Produkte, die uns und andere nicht schädigen –, schränken unsere Freiheit ein – z.B. beim Zerstören von Natur – und sie sind allgemein nicht gerne gesehen. Dabei sind Verbote vor allem eins: Ein Mittel, gemeinschaftliches Leben zu organisieren. Sie hindern einzelne daran, Dinge zu tun, die viele nicht wollen. „Nein heißt nein“ zeigt, dass deine Freiheit da aufhören muss, wo meine Freiheit beginnt. Darüber müssen wir gar nicht mehr debattieren. Wer das Leben anderer in Frage stellt, übertritt Grenzen, die in einer Demokratie nicht übertreten werden sollten.

Wer von „Verbotsparteien“ spricht, der möchte gerne verschleiern, dass hier demokratische Organisierung und im weitesten Sinne Märke gegen einander stehen und deren Verhältnis ausgehandelt wird. Verbote sind die Entscheidung, Demokratie höher zu werten als den Markt. Freiwillige Selbstverpflichtungen, das Schieben der Verantwortung auf persönliche Präferenzen und Konsumverhalten sind Mittel, Märke vor Zugriff der Demokratie zu schützen.

Insbesondere die Partei Die Grünen fällt immer wieder auf diese Rhetorik herein, folgt marktgerechten Lösungen, statt demokratische Entscheidungen umzusetzen. Und das muss sie auch, denn unsere Demokratie ist vom Markt abhängig. Eigentlich sollte man das auch verbieten…

https://www.zeit.de/kultur/2019-06/konsumverhalten-verbote-gesetze-veraenderungen-gewohnheit-freiheit/komplettansicht

Workshop auf dem Ract!festival 2019

Samstag, 8. Juni, 15 bis 17 Uhr, 
im Workshopbereich auf dem Ract!festival

Auch übermorgen nachdenken können –
Politisch aktiv sein und bleiben

Du findest dich vor lauter Bäumen im Wald nicht mehr?
Die Welt brennt und du bist gerade die einzige, die löscht?
Das Klima stirbt und die Nazis marschieren?

Manchmal wächst uns Aktivismus über den Kopf.
Aber du darfst dich selbst nicht vergessen.

Timo vom Klima*Kollektiv schreibt und lehrt über Nachhaltigen Aktivismus und gibt Hilfe, wie du es schaffst, politisch aktiv zu sein, ohne selbst auszubrennen.

Der Workshop wird durch die Grüne Hochschulgruppe veranstaltet und finanziell gefördert durch den Studierendenrat der Eberhard Karls Universität Tübingen. Wir bedanken uns für die Förderung.

Solidarität mit den Psychologiestudierenden – Petition zeichnen.

Auch wenn die Neuregelung der Psychotherapieausbildung grundsätzlich sinnvolle Änderungen enthält, gibt es doch einen großen Mangel: Wer jetzt Psychotherapeut*innen in Ausbildungen (PiA) ist oder wird, hat zwar einen Master, wird aber während der Ausbildung quasi wie Praktikant*innen behandelt und entweder schlecht oder gar nicht vergütet. Das wird erst für die neuen Studierenden geändert. Mehr noch: Für die jetzigen PiAs wird Zeitdruck aufgebaut, statt gleichberechtigte Verbesserungen geschaffen.

Gegen eine Zwei-Klassen-Psychotherapieausbildung! Unterstützt die Petition der Psychologiefachschaften: https://epetitionen.bundestag.de/…/Petition_92805.mitzeichn…

8. Mai

#Danke #ThankYou #Merci #СПАСИБО
Heute vor 74 Jahren haben die alliierten Truppen den deutschen Faschismus an der Macht besiegt. Insbesondere für die noch lebenden Opfer des faschistischen Terrors war dieser Tag ein Tag der Befreiung, darum ist er für uns ein Tag der Freude.

Gleichzeitig dürfen wir nicht vergessen, dass diese Befreiung für viele zu spät kam: etwa 13 Millionen Menschen waren durch die Nazis ermordet worden und etwa 65 Millionen sind im Zweiten Weltkrieg ums Leben gekommen.

Die Mehrheit der Deutschen ist durch die Alliierten eher besiegt als befreit worden. Die Kontinuitäten des deutschen Faschismus zeigen sich bis heute. Darum müssen wir beständig erinnern, aufklären und kämpfen: Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus!

(via Ernst-Bloch-Uni Tübingen)

Sarchhalde bleibt. Der Kampf geht weiter.

Das Schwäbische Tagblatt  [ https://www.tagblatt.de/…/Sarchhalde-bleibt-vorerst-unbebau… ] berichtet, vorerst werde die Sarchhalde nicht bebaut.

Hierzu teilt der OB mit: „Durch die Fortschreibung des Rahmenplans können im Kernbereich des Klinikums und im Bereich der Grafenhalde zusätzliche Bauflächen gewonnen werden. Damit können Forschungsinstitute, für die bisher die Sarchhalde als Erweiterungsfläche angedacht war, nun zusätzlich im Kernbereich untergebracht werden. Das ist nicht nur vorteilhaft für Klinik und Forschung, es ermöglicht uns auch, die Sarchhalde auf lange Zeit unbebaut zu lassen.“

Warum musste die BI Käsenbachtal erst so kämpfen, damit Universitätsklinikum und Stadt nach besseren und tragbaren Lösungen sucht? Demokratie heißt, dass man sich einbringt, aber wir bedauern, dass es so sehr notwendig ist. Die BI Käsenbachtal hat dieses Kleinod in Tübingen so sichtbar gemacht, wie es es verdient. Weiterhin organisiert die Gruppe Spaziergänge, Veranstaltungen und mehr, die diesen Ort sichtbar machen.

Dafür: Unendlich vielen Danke. 
Und… Der Kampf geht weiter! 💚✊

Ufff.

Wir wollen nicht weiterhin auf alles, was OB Palmer postet, reagieren müssen oder gar mit diesem – obwohl wir nicht nicht Teil der Partei Die Grünen sind – in Verbindung gebracht werden. Dankeswerterweise drückt der Landtagsabgeordnete Daniel Lede Abal das aus, was wir bei uns denken: „Palmer scheint in einer vielfältig werdenden Gesellschaft zunehmend seine Orientierung zu verlieren.“ – https://www.ledeabal.de/…/lede-abal-zu-boris-palmer-ueberle…

Weiterer Eintritt in den fzs

Seit diesem Jahr ist die Verfasste Studierendenschaft an der Uni Tübingen (Studierendenrat Tübingen) nun Mitglied in bundesweiten Dachverband fzs (freier zusammenschluss von studentInnenschaften (fzs)). Das kostet zwar jeden Studi rund 80ct (weniger als einen Kaffee) pro Jahr, bietet dafür aber durch die Vernetzungs- und Fortbildungsmöglichkeiten und eine möglichst starke und vielfältige Interessenvertretung auch auf Bundesebene viele Vorteile. Zum Vergleich: Fürs Deutsche Studentenwerk [sic!], dem Dachverband des StuWe, bezahlst du 1,60 Euro pro Jahr, ohne das du je darüber mitbestimmen durftest.

Trotz der Kosten hat sich gestern das Studierendenparlament der Universität Frankfurt dazu entschieden, dem fzs wieder beizutreten. Die rund 50.000 Studis an der Goethe Uni müssen allerdings keine 80 ct pro Kopf bezahlen. Der Beitrag ist auf maximal 30.000 Euro je Uni gedeckelt. Ebenso gibt es für kleine Hochschulen und die Nicht-Verfassten Studierendenschaften (wie in Bayern) geringere oder rein symbolische/gar keine Mitgliedsbeiträge. Zusammen mit Tübingen sind Anfang des Jahres die Studierendenvertretungen der TU Darmstadt, der MH und PH Freiburg, die HAW Hamburg und die Hfm Karlsruhe beigetreten.

Die Rückkehr des AStA Universität Frankfurt zeigt: Auch die großen Hochschulen haben ein Interesse an einer starken und parteiunabhängigen studentischen Interessenvertretung. Wer mitentscheiden will, darf nicht unbeteiligt bleiben. Und wer kritisch gegenüber steht und unbeteiligt bleibt, kann konstruktiv nichts verbessern.

Besonders freuen wir uns, dass die Studierendenschaften, welche an der letzten Mitgliederversammlung teilnahmen, den Studierenden der Uni Tübingen das Vertrauen entgegen brachten, in ihrem Sinne bis zur nächsten Mitgliederversammlung im Verband mitzuwirken – so wie das Abgeordnete zwischen den Wahlen tun. Im sogenannten Ausschuss der Studierendenschaften (AS) darf Tübingen mitbestimmen, wie sich der Verband äußert.

Als Grüne Hochschulgruppe wünschen wir uns noch mehr Vielfalt im Zusammenschluss – auch konstruktive Kritik! -, denn Demokratie lebt von unserer und eurer Beteiligung. Insbesondere beglückwünschen wir unsere Freund*innen Grüne Hochschulgruppe an der Uni Frankfurt, welche den fzs-Beitritt zu einem ihrer Ziele erklärt hatte.

Willkommen zurück! 🌈💚🐧✊

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Quellen: 
https://www.fzs.de/ * Arbeitsbericht des DSW 2018, S. 108 * https://twitter.com/fzs_ev/status/1118632232900493313 * https://fzs-mv.de/…/uploa…/2019/04/reader-nach-der-61-mv.pdf * Persönlicher Kontakt zu Aktiven in Frankfurt

Informationsseite zum Campusgarten am Bonatzbau gestartet

Seit einiger Zeit versuchen Aktivis der GHG, der Fachschaftenvollversammlung und viele weitere Studierende der Ernst-Bloch-Uni Tübingen einen Gemeinschaftsgarten am Bonatzbau zu etablieren. Ein Garten dort wäre ein wichtiges Signal der Universität und der Studierendenschaft, die Welt nicht so lassen zu wollen wie sie ist. Noch liegen einige bürokratische Steine im Weg, aber die ersten Pflänzchen wachsen schon. 
Wer auf dem Laufenden bleiben will (auch wir werden natürlich regelmäßig berichten) findet auf der Seite Gemeinschaftsgarten Bonatzbau regelmäßig Bilder und Aktuelles.

Außerdem gibt es einen Telegram-Kanal, welcher über aktuelle Treffen und cooles Zeug berichtet: https://t.me/joinchat/AAAAAEifrqrSYqkYo1JhVQ

(Der Studierendenrat Tübingen sieht in seinem Haushalt finanzielle Förderung für das Projekt vor.)